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Dreaming

Seite 5 >>Theo!<< hörte ich eine Stimme nach mir rufen.  >>Was...du...?...Hey,... zusammen...!<< Die Stimme wurde lauter, die Worte deutlicher. >>Theo! Reiß dich zusammen, komm schon!<< es war Luka. Ich riss schlagartig meine Augen auf. Die Sonne blendete mich, der Regen hatte gestoppt. Vogelgetzwitscher ertönte aus der Nähe und ich lag schweißgebadet auf dem feuchten Erdboden, Luka kniete neben mir. Meine Augen gewöhnten sich schnell an das Sonnenlicht und ich erkannte den besorgten Blick in den Augen meines Freundes. >>L-luka?<< krächzte ich, mein Hals fühlte sich trocken und rau an. Luka beäugte mich besorgt und misstrauisch zugleich.  >>Du hast plötzlich geschrien und bist dann umgekippt...was sollte das?<< Ich setzte mich langsam auf, blickte ihn an und räusperte mich >>T-...ein Tagtraum. Nichts weiter.<< ich räusperte mich ein zweites Mal und griff mir an den Hals, da ich nun...

Dreaming

Seite 4 Der Himmel war grau und von Wolken bedeckt, es wurde kühler und begann zu regnen. Wir marschierten schon seit ein paar Stunden durch den Wald. Jedoch waren wir nicht erschöpft, was recht seltsam war, da wir den ganzen Tag noch nichts gegessen hatten. Doch anstatt darüber weiter nachzudenken, dachte ich an meinen Traum...desto länger ich nun schon wach war, desto verworrener wurden meine Erinnerungen an diesen Traum. Ich träume diesen Traum nun schon seit mehreren Jahren, aber er ging nie weiter. Ich wachte immer durch den stechenden Schmerz des Angriffs auf. Warum war es dieses Mal anders? Völlig in Gedanken versunken trottete ich Luka hinterher, bemerkte aber nicht wie er stehen blieb und stieß heftig gegen ihn. Der Aufprall war hart und riss mich aus meinen Gedanken. >> Was?...Warum bleibst du stehen?<< Luka erwiderte nichts, das machte mich stutzig. >>Luka?<< fragte ich verunsichert und berührte ihn an der Schulter. Er drehte seinen Kop...

Dreaming

Seite 3 Ich liege auf dem Boden, spüre einen stechenden Schmerz und das Blut, wie es aus der Wunde quillt. Ich greife nach dem Dolch, der in meiner Brust steckt und ziehe ihn mit großer Anstrengung heraus, in diesem Moment beugt sich der Angreifer zu mir herab.  Er streckte seine Hand nach mir aus und ich steche blitzschnell zu. Ich traf seine Hand und er zuckte zurück, daraufhin rappelte ich mich auf und stürzte aus der Kirche. Vorbei an dem Feuer, den schreienden Menschen und den Leichen.  Plötzlich erklang wieder diese Stimme in meinem Kopf >>DAS WIRST DU BEREUEN! ICH KRIEGE DICH UND DANN WERDE ICH DICH BESTRAFEN!<< Ich versuchte die Stimme zu ignorieren und rannte ohne jegliche Orientierung immer weiter. Als plötzlich ein kleines Mädchen direkt vor mir auftauchte, hielt ich erschrocken inne. Sie hatte mir den Rücken zugewandt.  Nach kurzem Zögern, ging ich langsam auf sie zu >>Hey...was...ist hier passiert?<< fragte ich sie v...

Dreaming

Seite 2 Ich saß aufrecht in meinem Bett. Mir war zunächst etwas schwindelig, alles war verschwommen. Doch dann nahm alles langsam einen Umriss und schließlich Farbe und Schärfe an.  >>Ah du bist wach, gut!<< rief mir mein bester Freund Luka entgegen, der an meinem Bett stand.  >>Was ist? Hattest du schon wieder diesen Traum?<< nun blickte er mich besorgt an. >>Ja...<< antwortete ich mit schwächlicher Stimme, immer noch die Furcht in den Knochen. >>Du siehst völlig fertig aus...komm' runter und frühstücke erstmal ordentlich, dann geht's dir wieder besser!<< Er klopfte mir aufmunternd auf die Schulter und ging aus dem Zimmer, die Treppe hinunter. Ich seufzte, stand auf und zog mich um, danach verließ ich den Raum, ging nach unten, Richtung Küche. Unsere Freundin Clara hatte sich unser erbarmt und uns für nun schon über eine Woche aufgenommen. Wir lebten mit ihr zusammen in ihrer kleinen Hütte, abseits des Dorfe...

Dreaming

Seite 1 Schon wieder dieser Traum... Ich stehe in einer verlassenen, schwarzen Kathedrale.  Sie sieht ziemlich alt aus und obwohl ich hier noch nie zuvor war, kommt mir alles so vertraut vor. Sie ist sehr groß, ich laufe nach vorne, zwischen den ramponierten Holzbänken, hin zum Altar. 'Alles hier sieht so verwahrlost aus, als ob diese Kathedrale in Hast verlassen wurde und schon seit einer halben Ewigkeit so verlassen ist.' denke ich mir dann immer. An den Wänden sind in regelmäßigen Abständen Fackeln angebracht, die den riesigen Raum in ein schummriges Licht tauchen.  Als ich an dem Altar ankomme, sehe ich überall Blätter, verstreut um den Altar, am Boden liegen.  Ich blicke mich weiter um, die Kreuze an den Wänden, hängen umgedreht da und keine Bibel liegt auf dem Altar. Kurzerhand entschließe ich mich die Blätter, vom Boden aufzusammeln.  Ich hebe einige Blätter auf, begutachte sie genau und merke dabei, dass es rausgerissene Bibelseiten sind....

Dreaming: Prolog

>>Kannst du Wahn noch von Realität unterscheiden?<< fragte er mich mit einem hämischen Grinsen auf den Lippen. Flammen umgaben uns, Funken stoben auf, doch ich spürte die Hitze nicht. Qualvolle schreie waren zu hören 'Meine Schreie?', doch spürte ich keinen Schmerz. Qual, Furcht, Trauer... All dies sollte ich nun empfinden, doch spürte ich nur eine tiefe Leere in mir. Ich kniete vor ihm, blickte erschrocken auf  >>Wo bin ich hier?!<< krächzte ich. Er lachte, ein tiefes, finsteres Lachen...