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Es war dunkel und regnete in Strömen, der Waldboden war schon ganz matschig. Jedoch dachten wir gar nicht daran langsamer zu laufen, dadurch verloren wir aber so manches Mal den Halt und rutschten beinahe aus. >>Wir können nicht ewig weiter rennen, sie sind uns bestimmt schon auf den Fersen!<< zischte Jack mir entgegen. Er schien schon etwas aus der Puste zu sein und atmete schwerer. Ich blickte weiter nach vorne, auch wenn ich nichts sehen konnte und hielt weiterhin fest seine Hand. >>Wer weiß was sie mit uns machen wenn sie uns kriegen. Wir müssen so schnell wie möglich, so weit wie möglich weg von ihnen!<< Daraufhin blieb Jack stumm und wir liefen weiter. Unsere Haare und Klamotten waren völlig durchnässt, die kalte Nachtluft und der anhaltende Regen verschlimmerten diesen Umstand nur noch. Ich hielt Jack's, nun kalte Hand, immer noch fest und spürte dadurch wie er zitterte, auch mir war bitterkalt. Aber ich wagte es nicht stehen zu blei...

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John eilte zum Kofferraum, öffnete ihn und kramte hastig Taschenlampen und Jagdmesser raus. Ich ging zu ihm rüber und nahm ihm eins der Messer und eine Taschenlampe ab. Als sich unsere Hände kurz streiften, zuckte er zusammen, was mich ziemlich amüsierte. >>Wo ist der Revolver?<< fragte ich ihn, nach einem kurzen Blick in den leeren Kofferraum. Er schluckte schwer >>Den hab ich...verloren...<< Ich atmete tief aus 'Später...erst kümmerst du dich um die Kinder und dann um ihn...' >>Scheiß drauf, komm jetzt<< erwiderte ich kühl, schaltete die Taschenlampe an und verschwand im Dickicht, dicht gefolgt von John. Ich beschleunigte meine Schritte und preschte vorsichtig durch den Wald, ich achtete darauf so wenig Geräusche wie möglich zu verursachen und folgte den Fußstapfen, die die Kinder hinterlassen hatten. 'Das Einsiedlerleben mit meinem alten Herren damals, hatte wohl doch seine guten Seiten gehabt' dachte ich mir...

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Kapitel 3 So liefen wir also eine geraume Zeit durch den Wald, Rick's Tempo nahm immer mehr zu. Ich hielt Jack's Hand in meiner und lief nun auch schneller mit ihm voran, um einen größeren Abstand zwischen uns und John, der hinter uns lief, zu bringen. Jack blickte kurz verwundert zu mir, doch sagte nichts, vielleicht konnte er sich schon denken was in meinem Kopf vorging.  Ich blickte möglichst unauffällig nach hinten, wir waren nun etwas weiter von John entfernt, aber er könnte immer noch nach uns greifen, wenn er wolle.  Also lief ich mit Jack noch etwas schneller.  Dies schien John nicht weiter zu stören. Ich spürte wie das Adrenalin durch meine Adern strömte, ich wollte losrennen, weg von diesen komischen Typen, raus aus dem Wald. Mein Körper begann vor Anspannung leicht zu zittern.  Jack griff meine Hand nun fester. Ich blickte zu ihm, unsere Blicke trafen sich. Ich deutete ihm mit den Augen nach rechts, in das dunkle, in den Wald....

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Ich stöhnte und schüttelte benommen den Kopf 'Was war denn...Jack!' trotz meiner Schmerzen drehte ich mich blitzschnell in seine Richtung um. Ihn hatte es nicht so schlimm erwischt wie mich, da er sich noch rechtzeitig abstützen konnte.  Völlig verschreckt kauerte Jack auf dem Boden des Autos. Ich rief seinen Namen und er erwachte aus seiner Erstarrung, besorgt schnellte er zu mir rüber >>Ist alles in Ordnung Alice?...Oh scheiße, du blutest!<< er berührte meine Wange und schaute sich mein Gesicht näher an. Meine Lippen waren mit Blut verschmiert, aus der Nase blutete ich mittlerweile auch. Doch meine Schmerzen ignorierte ich einfach, ich war besorgter um Jack. 'Er ist sowieso schon angeschlagen und jetzt...?' >>Wenn ihr dahinten fertig seid mit Wunden lecken dann steigt aus.  Von hier aus müssen wir laufen.<< Rick hatte sich zu uns umgedreht und durchbohrte uns mit seinem steinernen Blick. John keuchte vorne hörbar auf, schüt...

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Mir stockte der Atem und ich blickte fassungslos in den Rückspiegel, nun wandten sich Rick's Augen blitzschnell der Straße zu und dieses gruselige Grinsen auf seinen Lippen verschwand. Niemand außer mir schien dies bemerkt zu haben. Jack sah meinen verschreckten Blick, er stupste mich an, ein fragender Blick lastete in seinem Gesicht. Ich schüttelte den Kopf, um ihn zu beschwichtigen, was jedoch nichts brachte. Jack sah besorgt aus, beugte sich nach vorne und stupste John an, dieser drehte sich zu ihm um >>Was hast du Kleiner, ist was passiert?!<< grölte er Jack entgegen. >>Kannst du die Lautstärke mal runter drehen?!!<< brüllte Jack ihm entgegen. John schien ihn jedoch nicht zu verstehen, oder wollte ihn nicht verstehen, so antwortete er nur >>Mach dir nicht ins Hemd, wir fahren nicht mehr lange!<<. Jack schüttelte den Kopf und deutete auf das Radio >>Dreh's runter!!<< brüllte Jack nochmals. John schien jetzt...

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Erstaunt über Ricks plötzliche Antwort blieb ich stumm, doch nun meldete sich Jack erneut, misstrauisch zu Wort >>Wir sind doch mitten im Nirgendwo...es sieht eher so aus als ob...<< Er wurde von John unterbrochen >>Keine Sorge...alles ist in Ordnung, wir nehmen nur eine Abkürzung.<< er lächelte uns an. >>Das...war aber nicht abgemacht...<< man merkte an Jacks Stimme das ihm das alles nicht ganz geheuer war.  >>Fahrt doch einfach zurück und lasst uns bei einer Tankstelle oder so raus...<< schlug Jack unsicher vor. Ich blickte nun zu John, der sichtlich nervöser wurde, dies jedoch mit seinem dämlichen Lächeln versuchte zu überspielen >>Waaaas??! Bei dem Regen? Niemals, da machen wir uns doch strafbar, oder so.<< er lachte nervös. Die Situation wurde zunehmend unangenehmer, als Rick einfach wieder auf das Gaspedal trat und losfuhr. Es schien immer stärker zu regnen und Rick fuhr in einem ziemlich ...

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Zwischenstopp, Kapitel 2 'Es ist so ruhig dahinten...' Ich blickte zu den Kindern auf dem Rücksitz und grinste >>Schau mal, die Kleinen sind beide eingepennt, ist das nicht niedlich?<< flüsterte ich belustigt und schaute zu Rick, der stumm am Steuer saß. Er warf durch den Rückspiegel einen kurzen Blick auf die beiden und wandte sich dann wieder der Straße zu. Ich ließ mich in meinen Sitz sinken und blickte auf die Straße >>Die nächste rechts, dann kommen wir auf die Landstraße...<< bemerkte ich beiläufig, ich drehte die Lautstärke des Radios runter, so das es jetzt nur noch kaum zu hören war. Ich kramte mein Handy aus meiner Hosentasche und warf einen Blick darauf 'Erst 2:30Uhr?' Ich steckte es wieder zurück in die Hosentasche.  >>Wir haben noch etwas Zeit, kein Grund zur Eile also.<< sagte ich und blickte zu Rick. Seid die Kleinen eingeschlafen sind, raste er den Highway entlang, nach meiner Bemerkung zügelte er da...

Kapitel 2

Seite 10 Ich saß am Fenster und blickte raus, es war stockfinster. Wir fuhren den Highway entlang und im Auto stank es fürchterlich, jedoch hatten wir John dazu überreden können ein Fenster vorne etwas zu öffnen und das Radio auszustellen. Sitzgurte gab es nicht und so krallten Jack und ich uns jedes Mal in die Sitze wenn Rick etwas schneller fuhr oder abrupt bremste. John war ziemlich gesprächig und nervte uns mit all möglichen Partystorys von ihm und seiner ach so tollen Clique, hauptsächlich redete er mit Jack. Mit mir ein Gespräch zu führen hatte er mittlerweile aufgegeben, da er von mir wenn überhaupt nur einsilbige Antworten bekam. Er merkte offenbar das er mich nervte. Sein Kumpel Rick war anders. Er hatte die ganze Fahrt über nichts gesagt, er war ziemlich seltsam. Wenn John ihn ansprach stimmte er ihm immer nur nickend zu und ignorierte ihn ansonsten. Er blickte gebannt auf die Straße, aber manchmal konnte ich ihn dabei erhaschen, wie er mir verstohlene Blicke über ...

Seite 9

Eine kurze Zeit später saßen wir im Bus, wir fuhren schon fast den ganzen Nachmittag mit dem Bus, ich wurde etwas schläfrig und schaute aus dem Fenster. Wir waren immer noch nicht ganz aus der Stadt draußen, da entdeckte ich neben uns auf der Straße plötzlich einen braunen rostigen Golf....'Das ist Vaters Auto!' Ich stupste Jack mit dem Ellbogen an, er blickte erstaunt zur mir, während ich mich in den Sitz reindrückte und runter rutschte so das man mich am Fenster nicht mehr sehen konnte, ich zeigte nach draußen, Jack folge meinem Finger und erblickte ebenfalls den Wagen, er riss die Augen weit auf und lies sich ebenfalls tief in den Sitz sinken. >>Das ist das Auto von Dad...was macht der hier!?<< flüsterte Jack verängstigt. >>Meinst du er hat uns verfolgt und weiß wo wir hinwollen?<< fragte ich. Jack schüttelte daraufhin energisch den Kopf. >>D-das...kann nicht sein, dass muss ein Zufall sein...nur ein böser Zufall...<< e...

Seite 8

>>Zimmerdienst!<< brüllte eine heißere Frauenstimme von draußen. 'Die haben in so einem schäbigen Motel einen Zimmerdienst?' dachte ich verschlafen und hob den Kopf. Jack richtete sich erschrocken auf, packte mich am Arm und riss mich aus dem Bett. >>Los versteck dich unter dem Bett, sie darf dich nicht entdecken!<< flüsterte er. Genervt krabbelte ich unter das Bett, es stank widerlich darunter, nach ungewaschenen Socken und...Fisch?! Es klopfte erneut an der Tür, dieses mal lauter. Jack rannte zur Tür, er öffnete sie einen Spalt weit und drückte ein kleinlautes >>Morgen..<< raus. Die Putzfrau sah ihn verwundert an, ihr Blick wurde jedoch schnell wieder ausdruckslos und die kleine moppelige Latina fragte >>Wo sind deine Eltern?<< >>Ich bin alleine hier!<< antwortete Jack schnell. Die Frau musterte ihn kurz misstrauisch, versuchte dann einen Blick in das Zimmer zu erhaschen und ant...

Seite 7

Auf unserem Weg redeten wir kaum miteinander, es wurde immer später, dunkler und kälter. Die Straßenlaternen gingen an und zwielichtige Leute trieben sich auf der Straße herum, das war kein schöner Ort hier, aber immer noch besser als zu Hause. Nach einer Weile kamen wir an einem Motel an, es stand in der Nähe einer Tankstelle, auf dem Schild davor stand:  „Eine Nacht, 30$“ >>Das wird wohl pro Person sein...<< sagte Jack entnervt. >>Ähm, also weißt du Jack...<< stotterte ich, ich hatte ihm noch nicht erzählt das ich Frau Goodwin's Schmuck gestohlen hatte. >>Warte!<< unterbrach er mich. >>Ich hab eine Idee!<< Jack deutete auf Zimmer neun das unten im Erdgeschoss lag, gegenüber von dem Fenster von Zimmer neun, waren einige Büsche und ein Baum. Er sagte mir ich solle mich hinter den Büschen verstecken bis er mir ein Zeichen gibt, ich gab ihm das Geld und tat dann was er sagte und versteckte mich, währenddessen ging e...